Mittwoch, 23. März 2011

Sonderkündigungsrecht Strompreiserhöhung

Verbraucher haben ein Sonderkündigungsrecht-Strompreiserhöhung durch Stromversorger steht bevor!

Jeder Stromkunde, der einen eigenen Vertrag mit dem örtlichen Stromversorger oder Stadtwerke hat, kann den Stromanbieter wechseln. Sollte der Strom über die Mietnebenkosten abgerechnet werden, kann der Vermieter als Vertragspartner den Wechsel durchführen. Auch wenn man bereits einen Vertrag mit einem externen Stromversorger abgeschlossen hat , kann man diesen Tarif bei einer Strompreiserhöhung wieder kündigen ! Beim Versorgerwechsel muss man eine eventuelle Vertragsbindung an den aktuellen Versorger beachten. Im Falle einer Strompreiserhöhung steht einem jedoch unabhängig davon ein Sonderkündigungsrecht zu. Wenn man zum Grundversorgungstarif (auch „Allgemeiner Haushaltstarif“) beliefert wird, kann man immer zum Ende des Kalendermonats kündigen.

Viele Verbraucher machen sich aktuell wieder Gedanken um ein Sonderkündigungsrecht . Strompreiserhöhungen von E.ON verunsichern viele Millionen Stromkunden und sorgen für finanzielle Ängste !

Dies bestätigt eine deutschlandweite Analyse der Energiepreisveränderungen in der Grundversorgung , von CHECK24 . Darin wollen 43 Stromanbieter zum April und Mai eine Strompreiserhöhung durchführen – die Grundversorgungspreise werden bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 5.000 kWh um bis zu 156 Euro im Jahr steigen. Bei den Gasanbietern sieht es ähnlich aus: 37 Gasversorger beabsichtigen die Tarife um bis zu 238 Euro pro Jahr anzuheben (bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 20.000 kWh).

Die aktuelle Strompreiserhöhung steht nicht in Zusammenhang mit der Atomkrise in Japan, der Abschaltung der deutschen Atomkraftwerke oder den Preisschwankungen an der Strombörse in Leipzig. Die neuesten preislichen Entwicklungen sind auf die gestiegene EEG-Umlage zurückzuführen.

Durchschnittlich liegen die Strompreiserhöhungen der Versorger bei 6,5 Prozent. Die drei E.ON Vertriebsgesellschafen: Avacon, Westfalen Weser und Mitte gehören auch zu den Stromanbietern, die bei der Preiserhöhung mitziehen. Der Preisanstieg ist bei diesen Versorgern mit maximal 5,1 Prozent im Jahr nicht so hoch wie die durchschnittlichen Werte, betrifft dafür allerdings rund 2,3 Millionen Haushalte. Aber es gibt auch Stromanbieter, die ihren Kunden mit Preissenkungen von durchschnittlich 3,2 Prozent Grund zur Freude geben.

Bei den gegenwärtigen Preiserhöhungen der Energieversorger handelt es sich um verspätete Preisanpassungen im Zuge der gestiegenen EEG-Umlage ( was auch jeder Versorger schriftlich vorgibt ) und nicht um die Folgeerscheinungen der Geschehnisse in Libyen oder Japan.

Die aktuellen Preissprünge an der Strombörse wirken sich, falls überhaupt, nicht kurzfristig auf den Endpreis für die Verbraucher aus. Allerdings wird der Strompreis mittelfristig ansteigen. Dies wird vor allem auf den wichtigen, aber teuren Ausbau der Infrastruktur für erneuerbare Energien zurückzuführen sein, wenn der Atomausstieg CO2-neutral gestaltet werden soll.Dies ist zumindest die offizielle Version ! Unser Tipp : Wer also auf Dauer gesehen immer die günstigsten Strompreise beziehen möchte sollte sich mit dem Sonderkündigungsrecht Strompreiserhöhung beschäftigen und daher mal einen Strompreisvergleich kostenfrei berechnen lassen !

Die Erhöhung der Gaspreise kann ebenfalls nicht mit der Situation in Libyen in Verbindung gebracht werden, da die Bedeutung dieses Landes für den Gasmarkt relativ gering ist und Erdgas in der Regel über langfristige Verträge gehandelt wird. Die Krise kann sich jedoch auf lange Zeit gesehen durchaus auf die Preise auswirken, da die Lieferverträge vieler Gasversorger sich mit sechsmonatiger Verzögerung an den Ölpreisen orientieren. Gefährdet ist die Gasversorgung laut EU-Kommission jedoch nicht.